Genmais-Verbot: eine vernünftige Entscheidung

Veröffentlicht am 01.05.2009 in Umwelt

Heute verbot Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau von Genmais in Deutschland und traf damit eine nicht unumstrittene, jedoch vernünftige Entscheidung.

Gentechnik, auch im Agrarbereich, bringe viele Vorteile, so sagen ihre Befürworter. Von dem geringeren Bedarf an Pestiziden über reichere Ernteerträge bis hin zu mehr Arbeitsplätzen im Forschungsbereich, werden zahlreiche Argumente ins Feld geführt, die für die Agrogentechnik werben und gewinnen sollen. Hinzu kommt, dass der größte (unfreiwillige) Feldversuch in Amerika, wo der Anbau von gentechnisch verändertem Mais schon lange erlaubt ist, keine negativen Auswirkungen auf Menschen gezeigt haben soll.

Woher der plötzliche Sinneswandel im Landwirtschaftsministerium rühren mag, hat doch der jetzige CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) in seiner Zeit als Landwirtschaftsminister den Anbau der umstrittenen Maissorte MON 810 erst zugelassen, steht wohl auf einem anderen Blatt geschrieben.

Und dennoch: Welche Auswirkungen der Anbau von Genmais auf die heimische Natur hat, darf als äußerst fraglich gelten und ob ein Nebeneinander von ökologischer Landwirtschaft und der sogenannten “Grünen Gentechnik” überhaupt möglich wäre, darf bezweifelt werden. Schon heute verursachen die Tests, die an Biomais durchgeführt werden müssen, um eindeutig seine Freiheit von gentechnischen Veränderungen nachzuweisen, hohe Kosten.

Die Wahlfreiheit der Verbraucher bliebe mit dem Anbau von Genmais schließlich auf der Strecke. Dass die Menschen wählen wollen, ist jedoch unbestritten; nicht zuletzt sprechen die Zurückhaltung gegenüber gentechnisch veränderten Produkten und der Zuspruch zu Bio-Produkten eine deutliche Sprache.

Übrigens: In mehreren EU-Ländern gibt es bereits ein Anbauverbot, darunter z.B. auch Frankreich und Österreich.

Das Aus für die Forschung im Bereich der Gentechnologie bedeutet das Genmais-Verbot darüber hinaus sicherlich nicht. Allerdings sind wir gut beraten, genau darauf zu achten, worauf wir uns einlassen wollen.
Den Forschungsstandort Deutschland - und auch Bayern - sichern: Ja!
Doch zum verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien muss es immer gehören, Mensch und Umwelt im Blick zu behalten.

 

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