Generation Praktikum

Veröffentlicht am 26.11.2006 in Wirtschaft

Auf seiner jüngsten Sitzung diskutierte der SPD Kreisverband ein wichtiges Thema für alle Schul- bzw. Hochschulabgänger: „Generation Praktikum“.
Stadträtin Katja Vogel aus Freystadt referierte über einen Antrag, den die SPD Neumarkt im Bezirksverband der Oberpfalz eingebracht hat.

Katja Vogel weiß, wovon sie redet: Sie befindet sich nach einem erfolgreichen Studium derzeit selber in einem Praktikum.
In dem Antrag verlangt die SPD, dass Praktika grundsätzlich nicht länger als 3 Monate dauern sollen. Vor allem wichtig aber ist die Forderung, den jungen Menschen nach arbeitsrechtlichen Grundlagen einen Mindestlohn zu zahlen und sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen.
Katja Vogel stellte eindrücklich dar, dass das leider gar nicht „üblich“ sei.
Im Gegenteil: Viele der Praktikanten müssten vollkommen ohne oder mit minimalen „Löhnen“ volle Leistung erbringen. Und das oft 6 Monate oder länger. „Hier werden junge, qualifizierte Leute bewusst geködert, mit der Aussicht, im Anschluss vielleicht übernommen zu werden.“ sagte Vogel. Das habe nichts mehr mit einer zusätzlichen Qualifikation zu tun. „Das ist Ausbeutung!“ Deswegen könne man den jungen Leuten nur raten, sich auf diese Art von Praktikum nicht einzulassen.
Sie verwies auf eine Homepage, wo man sich über faire Praktika informieren kann: www.fairwork-verein.de
Eine lebhafte Diskussion schloss sich im Kreisvorstand an: Gaby Feierler-Egner berichtete, dass oft auch Zuschüsse für „schwer vermittelbare Jugendliche“ von der Bundesanstalt bezahlt würden. „Manche Firmen nützen solche Zahlungen mehrfach hintereinander – keiner der Jugendlichen wird übernommen“. Sie forderte, dass solche Dinge angeprangert und von der Bundesagentur für Arbeit auch überprüft werden sollten.
Andrè Radszun aus Seubersdorf verwies darauf, dass durch den Missbrauch der Praktikantenstellen auch Arbeitsplätze „ersetzt“ würden.
„Das schadet uns allen, weil weniger Zahlungen in die Sozialsysteme erfolgen“.

 

Danke für das Vertrauen und die Unterstüzung

Für Euch.

501: Anna Keßler

502: Stefan Großhauser

503: Marina Pfaller

504: André Oettel

505: Birgit Reinhard

506: Florian Hilpert

507: Petra Logé

508: Josef Brandl

509: Ute Brandl

510: Melanie Pirner 

511: Stefan Flachhuber

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