Warum die Schule in Möning doch überleben könnte

Veröffentlicht am 04.11.2015 in Ortsverein

Für die CSU (ohne Lehmeier) und die FW (Ohne Gerngroß) nicht erhaltenswert

Hier unsere Argumente, warum es doch möglich sein kann, dass der Schulstandort Möning bleiben kann, wie wir sie in der Stadtratssitzung vorgetragen haben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates, meine sehr geehrten Damen und Herren,
wenn wir als SPD Fraktion diesem Raumkonzept nicht zustimmen werden, so tun wir das nicht, weil wir eine Sanierung des Gebäudes in Freystadt nicht auch unterstützen würden. Im Gegenteil. Wir sind sehr wohl der Meinung, dass der 74-Bau der Schule saniert gehört! Wenn man durch eine Anhebung des Daches kostengünstig dort zusätzlichen Raum schaffen und die energetischen Bedingungen dadurch verbessern kann, dann rennt man bei uns offene Türen damit ein. Was wir aber nicht unterstützen ist die Erweiterung des Schulgebäudes derart, dass die Schule in Möning überflüssig wird. 

 

Die Vorteile einer solchen klein strukturierten, familiären Schullandschaft, wie sie in Möning noch vorhanden ist, wurden von uns und anderen hier in diesem Gremium schon mehrfach vorgetragen. Auch bei der großen Bürgerversammlung in Möning beim Ascher hat der Verein „Unsere Schule in Möning“ die Vorteile eindrucksvoll dargestellt. Die enorme Anzahl an Besuchern damals hat deutlich unterstrichen, dass wir zwei SPD Stadträte diese Vorteile nicht exklusiv so sehen.


In dem vorgelegten Raumkonzept spiegelt sich, aus unserer Sicht vielmehr eine Veränderung der bildungspolitischen Sichtweise in diesem Gremium wieder. Aus dem vom 2. Bürgermeister Schiener vor Jahresfrist in diesem Raum vor vielen Zuhörern getätigten Äußerung: „Jeder in diesem Raum will den Erhalt des Schulstandortes Möning! Wurde unter Dorr nun plötzlich ein „Die Einhäusigkeit der Schule in Freystadt ist unser Ziel!“ Punkt!
 
Für uns steckt dahinter eine gewisse Demaskierung. Hatte man sich unter Gailler und auch noch anfänglich unter Dorr feige hinter der Regierung sowie dem Schulamt und deren Wunsch nach Einhäusigkeit versteckt, so propagiert man nun die Einhäusigkeit sogar als eigenen Wunsch.- Nicht freiwillig natürlich, sondern gezwungen dadurch, dass man erkannte, dass die Einhäusigkeit niemals über den Sachaufwandsträger hinweg, also niemals gegen den Willen des Stadtrates   -durch die Regierung erzwungen würde. Siehe Schreiben von der Regierung.

Anfänglich stand Jahre lang das Argument der sinkenden Schülerzahlen im Vordergrund. Möning und die „Zulieferorte“ hätten einfach zu wenige Kinder.  Mittlerweile musste man erkennen, dass die Zahl der Geburten wieder steigt und die Schülerzahlen auf längere Sicht wohl stabil bleiben werden. Anlage Der Verein „Unsere Schule in Möning“ hat diese Zahlen immer wieder veröffentlicht und auch wir haben zuletzt beim Überblick über die Kindergartenzahlen darauf hingewiesen. Demnach fiel dieses Argument auch weg. Neuerdings melden sich Eltern aus Mörsdorf zu Wort, die weiß Gott berechtigte Probleme bei einer Beschulung in Möning vorbringen. Es gibt allerdings, das geht aus persönlichen Gesprächen mit Mörsdorfern auch hervor, viele leise Stimmen, die die familiäre Atmosphäre, die Überschaubarkeit und das pädagogische Wirken an der weitläufigen, grünen Schule in Möning betonen … und genießen. Die Probleme - etwa mit der Busverbindung, der Betreuung nach dem Unterricht und dem gewünschten Besuch der Lernwerkstatt sollen natürlich nicht verschwiegen werden,  allerdings sind das Dinge, die man nahezu kostenneutral ändern kann, wenn man sie ändern will. Sollte man sich heute mehrheitlich für eine große Lösung mit einem Neubau in Möning entscheiden, so könnten sich gerade diese Eltern aus den umliegenden Orten in der Planungsphase mit ihren Wünschen und Ideen einbringen. Auf eine solche ehrliche Zusammenarbeit würden wir uns sehr freuen. Was auf fußballerischer Vereinsebene seit Jahren im Damen- und Jugend-Fußball funktioniert, nämlich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der Vereine zu Wohle aller Orte, sollte auch im schulischen Bereich gelingen. Lassen wir uns hier nicht künstlich auseinanderdividieren! 

Auch die Behauptung, dass Frau Krodel genügend Platz am Hauptort Freystadt für die Kinder aus Möning anbieten könne, ist spätestens mit dem heutigen Tag widerlegt. Warum sonst, außer aus Platzmangel, wird im vorliegenden Raumkonzept eine Erweiterung um genau diese vier Klassenräume beantragt? Warum muss ein Musiksaal angebaut werden? Doch nur deshalb, um dadurch erst Raum für die ca. 100 neuen Schüler in Freystadt zu gewinnen. Raum, der in Möning schon bereit stehen würde. Von wegen - Leerstand an der Martini-Schule am Hauptort Freystadt.

Lange Zeit war unter Gailler und Dorr das Totschlagargument gegen eine Schule in Möning  und dessen Sanierung die Tatsache, dass es für Möning keine Fördergelder geben soll.
Wie kann man sagen, dass es keine Gelder gebe, wenn man scheinbar nie einen wirklichen Förderantrag gestellt hat? Auf unseren SPD-Antrag an die Verwaltung, uns doch bitte die schriftlich gestellten Anträge zur Sanierung der Schule in Möning aus der Vergangenheit zukommen zu lassen, erfuhren wir, dass ein solcher echter Antrag noch nie gestellt worden ist. Lediglich eine Aktennotiz liegt vor, aus dem hervorgeht, dass es sehr wohl Zuschüsse gegeben hätte, zugegeben mit längerer Wartezeit, aber eben doch. Diese Aktennotiz stammt aus dem Jahre 1994, hätte man damals, wie vom Stadtrat Johann Distler beantragt, einen Förderantrag gestellt, wäre man vielleicht bis heute, also nach mehr 20 Jahren in den Genuss von Zuschüssen gekommen. Siehe Anlage
Auf  Antrag unserer Fraktion wurde kürzlich eine neue Fördermöglichkeit über das Bundesbauamt angeschoben, - Erste Antworten machen Hoffnung, das Ergebnis ist noch offen. Wir sollten heute das Raumprogramm auf alle Fälle in der vorliegenden Form nicht beschließen, wir sollten lieber abwarten, ob es Fördermöglichkeiten für die Schule in Möning über dieses neue Förderprogramm des Bundes gibt. Wir haben schon einmal ein Bundesprogramm an uns vorbeiziehen lassen, das Konjunkturpaket II, obwohl der damalige Möninger Stadtrat Josef Bauer darauf hingewiesen hatte. Wegen Untätigkeit ist das Programm ungenutzt an uns vorbei gezogen, das soll dieses Mal nicht wieder passieren. Auch die Tatsache, dass der FC Möning die Erstellung der Turnhalle mit übernehmen würde und dazu verschiedene Fördertöpfe anzapfen kann, zeigt, dass es bei intelligenter Antragstellung sehr wohl Fördermöglichkeiten gibt. Anlage     

Als letztes und einziges Argument für eine „Zentralschule“ in Freystadt werden nun die Synegie-Effekte angeführt, die eine solche „Großschule“ haben soll. Außer, dass man Lehrerstunden einsparen kann, fällt mir nur sehr wenig dazu ein. Vielleicht können uns nachher die Befürworter einer solchen Großschule diese Synegie-Effekte, die sich vielleicht für den einen oder anderen Ortsteil ergeben, die anderen Ortsteile aber eher belasten, näher erläutern.  Für mich ist das nur ein Ausdruck unseres Zeitgeistes, in der Globalisierung und Rationalisierung groß geschrieben werden. Hier könnte man einmal vor Ort zeigen, wie viel einem an Regionalität, Individualität und grob gesagt, wie viel einem an kindgerechter Umgebung, kurz, an Heimat liegt. Die Bayerischen Spitzen aller hier im Gremium vertretenen Parteien, ob CSU, SPD oder Freie Wähler, betonen in Sonntagsreden immer wieder, wie wichtig ihnen die Lebensqualität im ländlichen Raum ist. Heute können wir als Vertreter dieser Fraktionen vor Ort diesen Worten Taten folgen lassen, indem wir das Raumkonzept in der vorliegenden Form ablehnen. Was in Burggriesbach und in Sindlbach von höchster Regierungsstelle für pädagogisch wertvoll und in  Seligenporten und in Postbauer sinnvoll und machbar ist, das kann in Möning nicht plötzlich unmöglich oder gar schlecht sein. Wir von der SPD lehnen das vorliegende Raumkonzept so, wie es derzeit steht, also mit Erweiterung der Schule in Freystadt bei gleichzeitiger Schließung des Schulstandortes Möning- ab. 
Lassen Sie mich kurz zusammenfassen: Die Schülerzahlen passen, sie steigen sogar, Platz steht reichlich zu Verfügung, Fördermöglichkeiten könnten aufgetan werden und ein tolles pädagogisches Umfeld steht bereit. Wenn dann noch die Probleme der Mörsdorfer Eltern gemeinsam und nicht gegeneinander angegangen werden und vielleicht über eine Mittagsbetreuung wie in Burggriesbach nachgedacht wird, steht einer modernen zukunftsfähigen Schule in Möning nichts mehr entgegen. Ich jedenfalls habe eine kleine, neue, familiäre, grüne Grundschule mit neuer Turnhalle für die Kinder des gesamten nördlichen Gemeindebereichs vor Augen und kann mir nicht vorstellen, dass das hier kein Gefallen finden sollte. Eine einmalige Chance, die wir nicht verstreichen lassen sollten!
Neubau in Möning und Sanierung des 74-er Baus in Freystadt, das ist  unsere Option, unser Wunsch.

 

Danke für das Vertrauen und die Unterstüzung

Für Euch.

501: Anna Keßler

502: Stefan Großhauser

503: Marina Pfaller

504: André Oettel

505: Birgit Reinhard

506: Florian Hilpert

507: Petra Logé

508: Josef Brandl

509: Ute Brandl

510: Melanie Pirner 

511: Stefan Flachhuber

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