Foto: Neumarkter Nachrichten
Herr Werner Iberler aus Freystadt plant im Gewerbegebiet Rettelloh III eine Hubschrauberflugbetriebsfläche einzurichten. Zu diesem Zweck möchte er von der Gemeinde ein bis zu 4000 m² großes Grundstück erwerben um dort neben einem Landeplatz auch eine Halle zu errichten, in der er seinen Hubschrauber einstellen kann. Geplant ist, dass Herr Iberler von hier aus ein bis zwei Mal pro Tag startet, um dann in Richtung Ingolstadt aufzubrechen, wo er dann z.B. mit Flugschülern seine "Unterrichtsflüge" durchführen wird. Dementsprechend wird er im Durchsnitt auch zwei Mal pro Tag wieder in Rettelloh landen. Start- und Landevorgang werden im Schnitt zu jeweils ca. 2 Minuten Lärm in der Umgebung führen, am Tag also ist ca. 10 Minuten mit einem Lärmpegel zu rechnen, der dem eines fahrenden Motorrades entspricht, so Herr Iberler. Die Tatsache, dass sich eine große Anzahl Interessierter zum Ortstermin in Rettelloh einfand, bei dem Herr Iberler dem Stadtrat und den Anwesenden verdeutlichen wollte, dass der Lärmpegel wirklich nicht so schlimm ist, wie im Vorfeld von betroffenen Bürgern in einem "Flugblatt" dargestellt, zeigt, dass das Thema den Anwohnern auf den Nägeln brennt. Sie befürchten, wie sich in mehreren Gesprächen mit den Betroffenen herauskristallisierte, dass es bei dem einen Hubschrauber nicht bleiben werde. Falls die Genehmigung für einen Hubschrauber gegeben sei, werden sich bestimmt weitere "Hubschrauberfreunde" an diese Anlage anhängen, so der Tenor. Bislang steht der Iberlersche Hubschrauber in Dippenricht, wo es offensichtlich Probleme mit dem Weiterbetrieb des dortigen Landeplatzes gibt. Dort aber stünden noch weitere und auch größere Hubschrauber, die, so befürchten einige, dann nach Rettelloh "umziehen" werden. In Sondersfeld, auf dem dortigen Flugplatz sei es auch so gewesen, die Anzahl der dortigen Starts und Landungen habe sich im Laufe der Zeit mehr als verdoppelt. Ähnliches wird in Rettellohe befürchtet. Herr Iberler versuchte den Stadträten und dem Bürgermeister gegenüber diese Befürchtungen zu zerstreuen. Er, Iberler, habe beim Landeplatz in der Nähe von Mörsdorf seine damaligen Versprechungen bis heute eingehalten und werde die auch in Zukunft in Rettelloh tun. Schade, dass Herr Iberler das Gespräch mit den anwesenden, betroffenen Anwohnern aus Frettenshofen, Thundorf, Freystadt und Umgebung nicht intensiver betrieb. Es machte keinen guten Eindruck, dass er sich nur den Fragen der Stadträte stellte und das "Volk" außen vor bleiben musste. Vielleicht lässt sich doch noch ein gemeinsamer Termin finden, wo Skeptiker und Betreiber an einem Tisch zusammen kommen. Im Anschluss der Brief eines Betroffenen, der im Vorfeld an alle Stadträte ging:
